Vereinsgeschichte

Am 18. Juli 1976 trafen sich im Gasthof zur Post in Windhagen 14 musikbegeisterte Leute, mit dem Ziel einen Musikverein zu gründen und den ersten Vorstand des Vereins zu wählen. Aus diesen Anfängen heraus wuchs in den folgenden Jahren die Harmonie. Nach der Eintragung des Vereins in das Vereinsregister und der Anerkennung der Gemeinnützigkeit konnte die junge Harmonie ihre musikalische Entwicklung vorantreiben. In den ersten Jahren stand die Harmonie unter der Leitung von Willy Heuser. Die wöchentlichen Proben fanden zunächst im Schützenhaus, dann im Sportlerheim statt. 1982 kam dann Herbert Wolf als Dirigent zur Harmonie und blieb über 25 Jahre.
Von Oktober 2008 bis November 2009 hieß der musikalische Leiter der Harmonie Erhard Knies.
Von Februar bis Dezember 2010 war Michael Rosinus Dirigent der Harmonie Windhagen. Nach seinem Weggang übernahm Michael Gesell im Februar 2011 das Dirigat.


Auch das Probenlokal der Harmonie wechselte. 1983 begann der Verein damit, die alte Windhagener Schule zu renovieren. Zunächst wurde der ehemalige Schulsaal in der oberen Etage zum Probenraum umgebaut. Außen bekam die alte Schule einen neuen Anstrich und ein neues Dach. 1994 wurde dann mit dem etappenweisen Ausbau der unteren Etage begonnen, um weiteren Platz für die musikalische Früherziehung und den Musikunter-richt des Harmonie-Nachwuchses zu schaffen.
Nachwuchswerbung und Nachwuchsarbeit wurde schon in der jungen Harmonie groß geschrieben. Bereits Ende 1979 begann die systematische Ausbildung des musikalischen Nachwuchses. Neben der Verstärkung bereits vorhandener Stimmen im Orchester wie Flügelhorn, Trompete oder Posaune kamen auch neue Töne hinzu. 1983 war dieses der erste Klarinettensatz, 1986 kam der erste Saxophonsatz hinzu und 1987 gab es die ersten Querflöten in der Harmonie.

Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Verstärkung des Vereins wurde 1988 mit der Gründung der vereinseigenen Musikschule getan. Hier können Kinder bereits im Vorschulalter auf spielerische Art erste Freundschaft mit der Musik schließen und diese in den nächsten Jahren über Blockflötenkurse und anschließenden Einzelunterricht auf den im Verein gefragten Instrumenten vertiefen. Bis 1998 war Christa Woeseler die musikalische Leiterin der Früherziehung, von 1998 bis 2009 kümmerte sich Elena Heyroth um die Jüngsten der Harmonie. Seit 2009 ist Werner Steines der musikalische Leiter unserer Musikschule.

Als nächster Ausbildungsschritt folgt das Jugendorchester der Harmonie, in dem das nötige Zusammenspiel als Vorbereitung auf das Mitwirken im großen Orchester steht. Zusammen mit den Bemühungen um den musikalischen Nachwuchs entstand auch schon in den frühen Jahren der Harmonie der Förderkreis des Musikvereins, der die Jugendarbeit in der Harmonie unterstützt.
Das Vororchester als Bindeglied zwischen der Einzelausbildung und dem Spielbetrieb in der Harmonie wurde 1983 ins Leben gerufen und in der ersten Zeit von Herbert Wolf geleitet. Bereits beim Weihnachtskonzert 1984 hatte es seinen eigenen musikalischen Block im Konzertprogramm. Seit 1996 hat es als Jugendorchester wieder einen festen Programmteil im jährlichen Konzert der Harmonie. Dirigent und Ausbilder des Jugendorchesters war bis 2004 Robert Seepold. Danach kümmerte sich Herbert Wolf neben dem großen Orchester auch um das Jugendorchester. Von November 2008 bis November 2009 betreute Erhard Knies neben dem großen Orchester der Harmonie auch das Jugendorchester. Nach dem Weggang von Herbert Wolf in 2008 und nach dem Ausscheiden von Erhard Knies Ende 2009 hat jeweils Elke Kasimir unser Jugendorchester betreut. Seit Februar 2010 wird das Jugendorchester vom Michael Rosinus betreut.

Die Musikerinnen und Musiker der Harmonie konnten bereits bei zahlreichen Auftritten in der näheren Umgebung aber auch weit entfernt von der Heimat ihr Können unter Beweis stellen. Zwei Höhepunkte waren dabei sicher die Teilnahme an den Rheinland-Pfalz Tagen 1992 in Ludwigshafen und 1993 in Neuwied, bei denen die Harmonie den Landkreis Neuwied im Festzug repräsentieren durfte.

Ein weiterer Höhepunkt war 1992 der erste Besuch beim Musikverein in Niederlauer in Franken, dem Heimatort unseres damaligen Dirigenten Herbert Wolf, der sich nach mittlerweile 10 Jahren in Windhagen so langsam "traute", seine Harmonie samt ihrem Konzertprogramm einmal bei sich zu Hause vorzustellen, in einem Landstrich, in dem Musikvereine, ihr Können und ihre Aktivitäten ganz groß geschrieben werden.

An und ab ist die Harmonie auch ohne Musik unterwegs. Mehrtägige Ausflüge führten den Verein an den Chiemsee, nach Holland, in die Pfalz nach Baden-Württemberg sowie nach Thüringen. Aber auch Wandertage, Grillfeste und kleinere Ausflüge gehören zum Vereinsleben der Harmonie. Diese Gelegenheiten sind für den Verein auch immer wieder Anlass, etwas zusammen mit seinem Anhang zu unternehmen und ihm für seine Unterstützung zu danken. Ihren Anhang nennen die Musiker und Musikerinnen liebevoll ihre Partner und Partnerinnen, die nicht aktiv im Musikverein dabei sind, die dann zu Hause sind, wenn der Verein unterwegs ist, und die immer dann arbeiten müssen, wenn die Harmonie etwas veranstaltet.

Ein weiteres Kapitel in der Vereinsgeschichte schlug die Harmonie im Jahre 1983 mit der Veranstaltung ihres ersten Musikfests auf. Diesem Musikfest folgten vier weitere in den Jahren 1986 als Kreismusikfest zum 10-jährigen Bestehen, 1988, 1991 und 1995 im Vorfeld des 20-jährigen Bestehens des Musikvereins. Zum Programm dieser Musikfeste gehörten nicht nur die befreundeten Musikvereine, sondern auch bekannte Gruppen wie die Höhner, das Struwwelpeter-Sextett und das Polizeimusikorchester des Landes Rheinland-Pfalz. Auch im Jahr 2006 anläßlich der 30-Jahr Feier der Harmonie hat es wieder ein Musikfest mit vielen befreundeten Vereinen unter dem Motto: "Windhagener Musikantenstadel" gegeben.

Im Jahre 1986 ergab sich mit dem ersten gemeinsamen Kirchenkonzert von Kirchenchor und Musikverein eine weitere Möglichkeit, konzertante Musik in einem ganz anderen Rahmen aufzuführen. Bis 1999 schlossen sich diesem ersten Versuch 12 weitere gemeinsame Konzerte der beiden Vereine an, meist am ersten Sonntag des neuen Jahres in der Pfarrkirche zu Windhagen. Im Jahre 2005 wurde diese gute alte Tradition wieder neu belebt. Diesmal jedoch als Adventskonzert. So soll es soweit möglich auch in den kommenden Jahren sein.
1998 folgte als weitere Veranstaltung ein Tag der offenen Tür in und um die Alte Schule in Windhagen, um zum Abschluss der Renovierungs- und Umbauarbeiten das erzielte Ergebnis einmal der Öffentlichkeit zu präsentieren. In 2000 wurde diese Veranstaltung als Lindenblütenfest wiederholt.
Neben den eigenen Veranstaltungen gibt es über das Jahr viele weitere Auftritte für den Musikverein. Schon in der Frühzeit gehörten dazu der Karneval in Windhagen und die Teilnahme an Karnevalsumzügen, in denen die Harmonie heute vom Karnevalssamstag bis zum Veilchendienstag ununterbrochen unterwegs ist. In Windhagen sind es heute vornehmlich die Anlässe und Veranstaltungen der Ortsgemeinde, der Ortsvereine und der Kirchengemeinde, die es musikalisch zu gestalten gilt. Auch außerhalb von Windhagen gibt es immer zahlreichere Anlässe und Veranstaltungen, die mit einem Auftritt des Musikvereins verbunden sind.

Der Zyklus der jährlichen Konzerte begann im Jahre 1980. Dahinter steckte der Wunsch, auch einmal anspruchsvollere Musikstücke einzustudieren und zu spielen, wie man sie von einem Musikverein gemeinhin vielleicht so nicht unbedingt erwartet, um so auch einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Blasmusik und der Leistungsfähigkeit der Musiker und Musikerinnen der Harmonie zu vermitteln. Die ersten Konzerte fanden zur Weihnachtszeit im Saal des ehemaligen Gasthofs Hecken statt. 1988 wurde der Veranstaltungsort in das neu erbaute Windhagener Bürgerhaus verlegt. 1993 wechselte der Konzerttermin aus der vorweihnachtlichen Zeit in das beginnende Frühjahr. Aufgrund des Neubaus des Windhagener Forums, in dem seit 2005 die Konzerte stattfinden, mussten wir in den Jahren 2004 und 2005 in die Sommermonate ausweichen. Seit 2006 findet das Konzert der Harmonie jedoch wieder alljährlich Ende April statt.